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Wechseljahre - Ja und? Oder doch nicht so einfach?

Als Kind hat man unbeschwert gelebt, bis man mit der ersten Regelblutung zur Frau wurde. Man fand es vielleicht ungerecht, störend, mit Schmerzen verbunden oder einfach nur lästig. Mit der Zeit hat man sich daran gewöhnt, dass sich die Hormone im Laufe eines Monats ändern. Und schon ist man in der Mitte des Lebens und wieder ändert sich alles. Die Wechseljahre kommen und die meisten verbinden das mit den letzten Blutungen und den erste Hitzewallungen. Nicht jede Frau ist von den Wechseljahren negativ beeinflusst, aber viele haben Beschwerden, die sich auf die gesamte Lebensqualität auswirken können.

Die Menopause kommt nicht mit einem Schlag auf uns zu, sondern es ist ein Prozess, der sich über Jahre hinzieht. Die drei Phasen durch die wir gehen werden Perimenopause, Menopause und Postmenopause genannt. Die Wechseljahre umfassen alle drei Phasen der Hormonumstellung.

Doch nicht nur die Hormonumstellung beschäftigt uns in diese Zeit. Viele Frauen in der Mitte ihres Lebens kämpfen auch mit anderen Problemen wie Scheidung, Druck auf der Arbeit, Verlust der Kinder (da sie das Haus verlassen) und der Lebensmittelpunkt dann gegebenenfalls wegfällt. Das Gefühl des “Nicht-mehr-gebraucht-werden” oder “Nicht-mehr-attraktiv-seins” kommt durch und beschäftigt uns.

Oft hat man sich vielleicht selbst über Jahre vernachlässigt, weil man für Andere da sein wollte.

Deshalb mein Tipp: Versucht euer Leben schon vorher bewusst zu leben und euch für euch selbst Zeit zu nehmen und nicht erst ab den Wechseljahren. Akzeptiert euch wie ihr seid und wisst, dass sich das Leben ständig verändert. Wer mit seinem Leben und sich selbst zufrieden ist werfen die Wechseljahre auch nicht aus der Bahn.

Soll man in den Wechseljahren und danach Sport treiben oder nicht?

“Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen können schwerwiegend sein und die gesamte Lebensqualität beeinträchtigen. Bewegung wurde als alternative Behandlungsmöglichkeit zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden (Hitzewallungen, Blasenentleerungsstörungen, Gelenkschmerzen und psychische Probleme), einschließlich u.a. psychologischer Symptome, untersucht.

Es wird angenommen, dass der Östrogenabfall bei Frauen die Hauptursache für die mit der Menopause verbundenen Symptome ist. Nach Angaben des Centre for Disease Control and Prevention trägt regelmäßige körperliche Betätigung dazu bei, Stress abzubauen, die Lebensqualität insgesamt zu verbessern und die Gewichtszunahme und den Muskelabbau, die häufigsten Begleiterscheinungen der Wechseljahre, zu verringern. Für die kardiovaskuläre Gesundheit werden mindestens 150 Minuten aerobes Training und 75 Minuten intensives Training pro Woche empfohlen. Zusätzlich sollte Krafttraining durchgeführt werden, um die Knochen und Muskeln zu stärken, die Fettverbrennung zu fördern und den Stoffwechsel zu steigern, was ebenfalls wichtige Faktoren in den Wechseljahren sind.

Bewegung scheint eine kosteneffektive Alternative mit wenigen bekannten Nebenwirkungen zu sein. Am wichtigsten ist, dass Frauen mit einem höheren Maß an körperlicher Aktivität über Verbesserungen der psychischen und physischen Aspekte der Lebensqualität berichten. Solche Verbesserungen können sogar mit geringer Intensität aerober Aktivitäten wie Gehen und Tanzen erreicht werden.”

Schwingt doch am 31. April euer Tanzbein und rutscht so bewegt in den Mai.

Stojanovska L, Apostolopoulos V, Polman R, Borkoles E. To exercise, or, not to exercise, during menopause and beyond. Maturitas. 2014 Apr;77(4):318-23. doi: 10.1016/j.maturitas.2014.01.006. Epub 2014 Jan 24. PMID: 24548848.