Einträge in Vitamin
Pflücke dir doch deine Gesundheit!

Jetzt ist die Zeit, in der wieder unsere heimischen Beeren wachsen. Beeren sind voll von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen (die sich auch in den Farben widerspiegeln). An jeder Ecke sprießen zur Zeit die Erdbeerstände aus dem Boden.

Erdbeeren sind unter den Top 3 Obstsorten, die wir Deutsche am meisten verspeisen. Erdbeeren haben viele gesundheitliche Vorteile: sie besitzen zahlreiche Vitamine, Mineralien und kaum Fett und Kohlenhydrate. Der glykämische Index ist niedrig und somit ist es eine geniale Snackalternative. Dazu noch lecker!

Nicht nur Erdbeeren gibt es im Sommer, sondern auch Heidebeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren etc. sind bei uns heimisch. Auch diese weisen viele positive Wirkungen auf. Um nur ein paar Beispiele zu nennen:

Heidelbeeren enthalten ebenso wie die Erdbeeren viel Vitamin C, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe, die unser Immunsystem stärken.

Bei Himbeeren sieht es ähnlich aus. Auch sie sind kalorienarm und zusätzlich reich an Ballaststoffen, was förderlich für unsere Verdauung ist.

Ebenso unterstützt die Brombeere unsere Verdauung und ist ebenfalls reich an Vitaminen.

Probiert doch als nächstes Dessert eine bunte Schale mit Beeren. Lasst es euch schmecken und tut gleichzeitig was für eure Gesundheit.

Spielt Vitamin D im Sport eine Rolle?

Gestern habe ich mal wieder einen Vortrag über Vitamin D gehalten und nun dachte ich mir, dass es auch interessant ist einen Blick in Richtung Sport zu werfen.

Vitamin D ist weiterhin ein Top Thema in der Wissenschaft, denn in den letzten 100 Jahren wurden über 94.000 Publikationen veröffentlicht - allein im letzten Jahr fast 6000. Es wird in den unterschiedlichsten Gebieten mit Vitamin D geforscht. Der Schwerpunkt der Forschung liegt in folgenden Bereichen: Muskel-Skelett-System, Immunsystem, Entzündungen, zentrale Nervensystem und im Stoffwechsel.

Den meisten wird als erstes zu dem Thema einfallen, dass Vitamin D etwas mit Knochen zu tun hat. Die Entdeckung von Vitamin D hängt mit der Suche nach einem Medikament gegen Rachitis zusammen. Anfang des 20. Jahrhunderst litten sehr viele Kinder (ca. 90%) an dieser Krankheit, auch die englische Krankheit genannt. Dabei ist die Mineralisation der Knochen in den Beinen gestört und es kommt zu Fehlbildungen. 1919 wurde erstmals entdeckt, dass UV-Licht die Krankheit heilen kann und 2 Jahe später wurde auch bewiesen, dass unser Sonnenlicht das gleiche vermag.

Wenn man es jedoch genau nimmt, ist Vitamin D kein klassisches Vitamin, sondern ein Prohormon, d.h. aus ihm können andere Hormone in unserem Körper gebildet werden. Unser Körper ist in der Lage durch die UV-Strahlung des Sonnenlicht Vitamin D in unserer Haut , und später in Leber und Niere umzuwandeln und so selbst zu produzieren.

Aber es spielt nicht nur im Knochenaufbau eine wichtige Rolle, sondern auch in unserem Muskelsystem. Es ist essentiell für eine normale Muskelfunktion und somit auch für unsere sportliche Leistungsfähigkeit. Wenn man sich nun die Vitamin D Werte auf der gesamten Welt anschaut, so muss man feststellen, dass die meisten Menschen zu wenig Vitamin D im Körper haben. Selbst in sonnigen Ländern findet man zu tiefe Werte. Wenn man natürlich nicht in die Sonne geht, so kann auch kein Vitamin D produziert werden. Kleidung, Jahreszeit, Sonnencreme, Hauttyp, Bestrahlungszeit, Tageszeit, Alter um nur einige Punkte zu nennen, die auf die interne Produktion einen Einfluss nehmen. Selbstverständlich kann man Vitamin D in geringeren Mengen auch über verschiedene Nahrungsmittel zu sich nehmen, wie z.B. durch fettigen Fisch, Hühnereier und Champignons oder durch Supplementiertung mit Vitamin D Tabletten. In manchen Ländern finden sich auch angereicherte Produkte (Milch, Orangensaft etc.).

In der Literatur (Książek et al., 2019) konnte gezeigt werden, dass ein Mangel an Vitamin D Kraftdefizite bewirken kann und es zu einem Abbau von Muskelfasern führen kann (diese sind nachweislich für einer körperlichen Leistungsfähigkeit wichtig). Somit gibt es einen Zusammenhang zwischen den Vitamin D-Spiegeln im Blut und Störungen im Muskelstoffwechsel, dazu zählen u.a. auch die Erholung und der Abbau der Muskulatur. Gerade Sportler, die vorwiegend innen trainineren und kaum an der Sonne sind, haben oft niedrige Vitamin D Werte (insgesamt sind es ca. 56% der Sportler, die keine adäquaten Werte aufweisen).

Wie oben erwähnt, spielt Vitamin D auch eine große Rolle in unserem Immunsystem. Nach einem anstrengenden und harten sportlichen Training ist unser Körper anfälliger für grippale Infekte und Viren. Da Vitamin D das Immunsystem unterstützt macht es auch hier Sinn, ausreichend davon im Körper zu haben.

Um seinen Vitamin D Spiegel im Sommer auf ein günstiges Niveau zu bringen (75-150 nmol/l), reicht es im Sommer aus, seine Hände und das Gesicht für 20 min über Mittag in die Sonne zu halten. Im Winter muss man sich überlegen, in welcher Weise man die Spiegel erhöht (Nahrung, Supplementierung…)

Also, immer schön an die Sonne gehen und in Bewegung bleiben.